„Ich habe getan was getan werden musste. Und ich bin kein Held.“

Genau das hat Paul Kaetzke immer gesagt. Aber war er nicht genau das?

Damals hätten die Wenigsten das gleiche getan. Er hat vielen Juden und generell Versteckten das Leben gerettet, indem er sie in seiner Kirche hat „untertauchen“ lassen. Keiner der Versteckten wurde damals entdeckt. Mit seinem Tun als „Judenbegünstiger“, wie die Nazis solche „Retter“ nannten, hat er sich und seine Familie in Lebensgefahr gebracht. Doch er hat das getan, was er für das Richtige hielt und wofür ihm heute viele Menschen dankbar sein sollten.

Erstaunlicher Weise hat Paul Kaetzke, obwohl er kritisch gegenüber Hitler und dessen Regime war, als Marinepfarrer in den niederländischen Gefängnissen gepredigt. Wahrscheinlich hat er diese „Zwitter- Position“ als Tarnung genommen.

Insgesamt hat der Nationalsozialismus Paul Kaetzke geprägt. Er musste immer damit rechnen, von der SS entdeckt zu werden und dann selber in ein Konzentrationslager zu kommen.

Er ist ein Vorbild der Menschlichkeit im Kampf gegen das Unrecht. Und er ist ein Held.